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Übung
Latinum
Lavinia Jungheim

Übung zur Sprache und Kultur Roms für Germanisten

Mo, 9:15 - 10:45
Do, 9:15 - 10:45
siehe Organisationsform

Gegenstand

Auf die Frage, was ein „literarischer Klassiker“ sei, antwortete der englische Dichter T.S. Eliot, der als einer der bedeutendsten literarischen Vertreter der Klassischen Moderne gilt, in einer Ansprache von 1944: „Virgil is our classic, the classic of all Europe, and „[t]he blood-stream of European literature is Latin […]“.
Dieser sogenannte kulturelle „Blutstrom“ wird augenscheinlich in der Tatsache, dass berühmte lateinische Werke wie Vergils Aeneis und Ovids Metamorphosen auch in der deutschsprachigen Literatur vom Mittelalter bis hin zur Gegenwart rezipiert wurden und werden: Konrad von Würzburgs „Trojanerkrieg“, Heinrich von Veldekes „Eneasroman“ und Christoph Ransmayrs „Die letzte Welt“ sind aus zahlreichen Werken die wohl auffälligsten Beispiele für den Einfluss der römischen auf die deutsche Literaturgeschichte.
Wie die anderen „Übungen zur Sprache und Kultur Roms“ bietet auch die jetzt zum ersten Mal angebotene „Übung zur Sprache und Kultur Roms für Germanisten“ Studierenden eine Einführung in die lateinische Sprache, Literatur, Kultur und Geistesgeschichte. Der konzeptuelle Unterschied besteht jedoch darin, dass wir neben der intensiven Erarbeitung und Einübung des lateinischen Grundwortschatzes und der lateinischen Grammatik den inhaltlichen Fokus auf solche lateinischen Texte legen werden, die aufgrund ihrer deutschsprachigen Rezeptionsgeschichte für Studierende der Germanistik von besonderer Relevanz sind.

Organisationsform

Die erfolgreiche Kursteilnahme wird durch das Bestehen einer Zwischen- und Endklausur am Ende des Semesters bescheinigt.

Die Veranstaltung findet in der Neuen Uni, HS UGX61 statt.

Einführende Literatur:

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Studiengänge und Module

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