Druckansicht

Sprachwissenschaftliches Proseminar
Übung
Dr. Herbert Schmidt

Frühneuhochdeutsch
Early New High German

Mi, 18:15 - 19:45
Kstr. 2 SR 004
Beginn: 25.10.2017

Gegenstand

Das Frühneuhochdeutsche ist besonders geprägt durch die Spannung zwischen sprachlicher Vielfalt und zunehmendem Ausgleich. Auf der Grundlage ausgewählter Texte des 14. bis 16. Jahrhunderts soll ein Eindruck von den wichtigsten Merkmalen dieser Sprachperiode gewonnen werden. Im Vordergrund stehen die Grundzüge der fnhd. Grammatik (zeitliche und räumliche Abgrenzung, Graphemik, Phonemik, Morphologie, Syntax) und Lexik (Bedeutungswandel, Entlehnung, Neubildung; erste Ansätze zu lexikographischer Dokumentation). Daneben sollen das Spektrum der fnhd. Textsorten, der Sprech- und Schreibvarietäten, die Auswirkungen der Erfindung des Buchdrucks auf die Sprache und weitere Faktoren der allmählichen Herausbildung einer schriftsprachlichen Norm behandelt werden.

Organisationsform

In möglichst jeder Sitzung soll jeweils ein (zu Hause vorbereiteter) Text übersetzt und unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert werden. Die sprachhistorischen Einzelthemen werden begleitend dazu behandelt und sind ebenfalls durch die Lektüre angegebener Literatur zu Hause vorzubereiten und zu vertiefen. Die Teilnehmer halten entweder ein Kurzreferat und fertigen zum selben Thema eine Hausarbeit an (BA B2.1/A2) oder legen eine mündliche Prüfung ab (BA B2.2/A3). Voraussetzung: erfolgreiche Teilnahme an einer Einführung in das Mittelhochdeutsche.

Einführende Literatur:

Christoph Roth: Kurze Einführung in die Grammatik des Frühneuhochdeutschen. Heidelberg 2007.
Frédéric Hartweg/Klaus-Peter Wegera: Frühneuhochdeutsch. Eine Einführung in die deutsche Sprache des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. 2., neu bearbeitete Auflage Tübingen: Niemeyer 2005 (Germanistische Arbeitshefte 33).
Jörg Riecke: Geschichte der deutschen Sprache. Eine Einführung. Stuttgart: Reclam 2016 (Reclams Studienbuch Germanistik)
Wilhelm Schmidt: Geschichte der deutschen Sprache. Ein Lehrbuch für das germanistische Studium. Erarbeitet unter der Leitung von Helmut Langner und Norbert Richard Wolf. 9., verbesserte Auflage Stuttgart: Hirzel 2004.

Studiengänge und Module

Bachelor

BA B 2.2 Proseminar Linguistik: Mittel der Kommunikation/Sprachgeschichte (6 LP)
BA B 2.2 Übung (Lektürekurs): 3 LP
BA B 2.3 Proseminar Linguistik: Sprache als System (6 LP)
BA B 2.3 Proseminar Linguistik: Mittel der Kommunikation/Sprachgesch. (6 LP)
BA B 2.4 Lektürekurs NDL/Linguistik/Mediävistik (3 LP)

Master

1. Linguistik (Ling.)

MA Grundlagenmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Sprache und Erkennen (6 LP)
MA Vertiefungsmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Wissen und Text (6 LP)
MA Kompaktmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Sprache und Erkennen; wahlweise: Wissen und Text (6 LP)

Magister und Lehramt (alt)

Mag und LA (alt) Proseminar: Hausarbeit oder mündliche ZP

Lehramt (neu)

A 2: Basismodul Proseminar Sprachwissenschaft: Sprache als System (6 LP)
A 3/a: Vertiefungsmodul: Proseminar Germanistische Sprachwissenschaft: Mittel der Kommunikation/Sprachgeschichte (6 LP)
A 3/a: Lektürekurs: Germanistische Sprachwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF)
C 1/a: Ergänzungsmodul: Lektürekurs Sprachwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF / BF + K/M)

Druckansicht