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Sprachwissenschaftliches Proseminar
Übung
Carolin Schwegler, M.A.

Argumentation im Gespräch

Blockveranstaltung: 14-täglich (20.04.18, 14:15–15:45 Uhr, 18.05.18, 14–18 Uhr, 01.06.18, 14–18 Uhr, 15.06.18, 14–18 Uhr, 29.06.18, 14–18 Uhr, 13.07.18, 14–18 Uhr)
PB SR 137
Beginn: 20.04.2018

Gegenstand

Wie werden Meinungsunterschiede mit sprachlichen Mitteln ausgetragen? Betrachten wir unsere alltäglichen Gespräche genauer, können wir feststellen, dass sie mit Konflikten, mit Situationen der Aushandlung oder des Missverstehens, mit Emotionen sowie – im besten Fall – mit Konsensfindungen gespickt sind. In solchen Gesprächen spielen Argumente eine zentrale Rolle.
Als Linguist*innen stellen wir uns nun die Frage: Was sind Argumente, wenn man sie als linguistische Kategorien der Interaktion begreifen möchte? Wie erscheint ein Argument an der sprachlichen Oberfläche? Gibt es darüber hinaus etwa gute und schlechte, faire und unfaire, rationale und emotionale Argumente? Welche Rolle spielen latente Prämissen und Trugschlüsse in der Alltagskommunikation? Wie können wir Argumente analysieren?

Die Argumentationsforschung hat sich über die Jahrhunderte zu einem höchst heterogenen Bereich entwickelt. In diesem Seminar werden wir Argumente ausgehend von den Grundlagen der linguistischen Gesprächsanalyse betrachten. Ziel der Veranstaltung ist neben der Vermittlung argumentationstheoretischer Grundlagen die Gegenüberstellung verschiedener ausgewählter Theorieansätze, die uns helfen, Argumente in Gesprächen zu kategorisieren und zu analysieren. Das Seminar zielt darauf ab, dass die Studierenden in Gruppen eine eigene Studie durchführen, in der sie eine argumentationsanalytische Fragestellung an mündlichen Streitgesprächen empirisch verfolgen.

Zur Vorbereitung auf das Seminar wird die unten angegebene Literatur empfohlen, insofern keine Vorkenntnisse zur linguistischen Gesprächsanalyse vorhanden sind. Die Grundlagenliteratur zur Argumentation wird im Seminar bekannt gegeben und gemeinsam erarbeitet.

Organisationsform

Dozentenvortrag, gemeinsame Lektüre, Plenumsgespräch, Kurzreferate, Gruppenarbeit und Diskussion

Die Veranstaltung wird 14-täglich angeboten. Bitte beachten Sie die Zeiten.

Freitag, 20.04.2018, 14:15–15:45 Uhr
Freitag, 18.05. 2018, 14–18 Uhr
Freitag, 01.06. 2018, 14–18 Uhr
Freitag, 15.06. 2018, 14–18 Uhr
Freitag, 29.06. 2018, 14–18 Uhr
Freitag, 13.07. 2018, 14–18 Uhr


Einführende Literatur:

Brinker, Klaus/Sager, Sven F. (2010): Linguistische Gesprächsanalyse. Eine Einführung. 5., neu bearbeitete Auflage. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
Deppermann, Arnulf (2008): Gespräche analysieren. Eine Einführung. 4. Auflage. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Studiengänge und Module

Bachelor

BA B 2.2 Proseminar Linguistik: Mittel der Kommunikation/Sprachgeschichte (6 LP)
BA B 2.2 Übung (Lektürekurs): 3 LP
BA B 2.3 Proseminar Linguistik: Mittel der Kommunikation/Sprachgesch. (6 LP)
BA B 2.4 Lektürekurs NDL/Linguistik/Mediävistik (3 LP)

Master

1. Linguistik (Ling.)

MA Grundlagenmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Sprache und Erkennen (6 LP)
MA Vertiefungsmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Wissen und Text (6 LP)
MA Kompaktmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Sprache und Erkennen; wahlweise: Wissen und Text (6 LP)

Magister und Lehramt (alt)

Mag und LA (alt) Proseminar: Hausarbeit oder mündliche ZP

Lehramt (neu)

A 3/a: Vertiefungsmodul: Proseminar Germanistische Sprachwissenschaft: Mittel der Kommunikation/Sprachgeschichte (6 LP)
A 3/a: Lektürekurs: Germanistische Sprachwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF)
C 1/a: Ergänzungsmodul: Lektürekurs Sprachwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF / BF + K/M)

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