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Übung
Forschungswerkstatt
Sonstige ÜK
Prof. Dr. Thomas Schmidt

Hölderlin im Tübinger Stift. Vorarbeiten zu einer Ausstellung

Do, 14:00 - 16:00
wird noch bekannt gegeben
Beginn: 19.04.2018

Gegenstand

Friedrich Hölderlins Studienzeit am Tübinger Stift (1788–1793) führte zu der Entscheidung, sich der „Galeere der Theologie“ mit aller Kraft zu entziehen und ganz für die Dichtung zu leben. Während seiner Stiftszeit veröffentlichte Hölderlin seine ersten Gedichte und diskutierte mit seinen Zimmergenossen, den späteren Philosophen Hegel und Schelling, fasziniert die Konsequenzen der Französischen Revolution. Auf der Grundlage einer bildungs-, lebens- und werkgeschichtlichen Betrachtung von Hölderlins erstem Tübinger Aufenthalt wird die Lehrveranstaltung vor allem eine museologische Perspektive einnehmen. Denn zum 250. Geburtstag des Dichters im Jahr 2020 soll jener Turm am Neckar in Tübingen mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet werden, in dem er die zweite Hälfte seines Lebens verbracht hat und der heute zu den wichtigsten Erinnerungsorten der Weltliteratur zählt. Für die neue Ausstellung, deren Federführung in den Händen des Seminarleiters liegt, soll die Lehrveranstaltung wichtige inhaltliche und gestalterische Impulse geben. Dazu werden auch neue theoretische Ansätze des Ausstellens einbezogen.

Organisationsform

Die Lehrveranstaltung wird in den ersten drei Semesterwochen zum angegeben Termin (DO 14-16 Uhr) stattfinden; danach in Blöcken, deren Termine in der ersten Sitzung besprochen werden.
Parallel zu diesem Seminar findet an der Universität Tübingen, Institut für Medienwissenschaft, eine Lehrveranstaltung unter dem Titel „Literaturvermittlung und neue Medien: Web-Doku Hölderlin“ (Prof. Dr. Susanne Marschall) statt, die sich ebenfalls der Stiftszeit des Dichters widmet. In Tübingen wird ein gemeinsames Blockseminar beider Kurse stattfinden.

Einführende Literatur:

Martin Brecht: Hölderlin und das Tübinger Stift 1788–1793, in: Hölderlin-Jahrbuch 18 (1973/74), S. 20–48.

Anne Bohnenkamp und Sonja Vandenrath (Hg.): Wort-Räume. Zeichen-Wechsel. Augen-Poesie. Zur Theorie und Praxis von Literaturausstellungen. Göttingen 2011.

Studiengänge und Module

Bachelor

BA B 2.2 Übung (Lektürekurs): 3 LP
BA B 2.4 Lektürekurs NDL/Linguistik/Mediävistik (3 LP)
BA ÜK A Exkursion: je nach Arbeitsaufwand 1-4 LP
BA ÜK B andere eigene Angebote des Seminars: je nach Arbeitsaufwand 1-3 LP

Master

2. Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Lit.)

MA Grundlagenmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte (vom Humanismus bis zur Gegenwart) (6 LP)
MA Vertiefungsmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte oder Poetologie oder Literaturtheorie oder Editionsphilologie (6 LP)
MA Kompaktmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte (vom Humanismus bis zur Gegenwart) (6 LP)

Lehramt (neu)

A 3/c: Lektürekurs: Neuere deutsche Literaturwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF)
C 1/b: Ergänzungsmodul: Lektürekurs Neuere Deutsche Literaturwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF / BF + K/M)

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