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Übung
Paul Tarling, M.A.

Notations- und Quellenkunde

Mi, 9:00 - 11:00
Augustinergasse 7 / MuS HS

Gegenstand

Ziel des Proseminars ist es, mit der weißen Mensuralnotation die für die Zeit von etwa 1400 bis etwa in die Mitte des 17. Jahrhunderts hinein bestimmende Form der Notation mehrstimmiger Musik kennenzulernen. An Beispielen mit wachsendem Schwierigkeitsgrad aus unterschiedlichen Quellen sollen Notationsformen und Mensurzeichen, Phänomene wie Imperfektion, Alteration und Kolorierung sowie Proportionsvorschriften in ihren jeweiligen Zusammenhängen gedeutet und damit die Fähigkeit erlangt werden, selbständig mehrstimmige Quellen des genannten Zeitraums zu erfassen und zu transkribieren.

Organisationsform

Begleitend zur Veranstaltung wird ein Tutorium angeboten.

Am Ende des Semesters findet eine Klausur statt.

Einführende Literatur:

grundlegend ist:

Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik 900-1600, Leipzig 1962.


weitere Literatur:

Wolf, Johannes: Handbuch der Notationskunde, Leipzig 1919, Bd. I, S. 381-465.

Wolf, Johannes: Geschichte der Mensuralnotation, I-III, Leipzig 1904.

Bellermann, A.: Die Mensuralnoten und Taktzeichen des 15. und 16. Jahrhunderts, Berlin, 1858/1930.

Gallo, F. Alberto: Die Notationslehre im 14. und 15. Jahrhundert, in: Die Mittelalterliche Lehre von der Mehrstimmigkeit, Geschichte der Musiktheorie Bd 5, Darmstadt 1984, S. 257-356.

Dahlhaus, Carl: Die Tactus- und Proportionslehre des 15. bis 17. Jahrhunderts, in: Hören, Messen und Rechnen in der frühen Neuzeit, Geschichte der Musiktheorie Bd. 6, Darmstadt 1987, S. 333-61.


Studiengänge und Module

Master Editionswissenschaft

Ergänzungsmodul V – Theorie und Praxis der musikwissenschaftlichen Edition I (5 LP)
Ergänzungsmodul V – Theorie und Praxis der musikwissenschaftlichen Edition II (5 LP)

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