Druckansicht

(auch EPG II)
Philipp Redl

Grundlagen der Lyrik-Analyse: Ernst Stadler (1883-1914)

Mi, 14–-16
PB SR 123
Beginn: 12. 10. 2011

Gegenstand

Ernst Stadlers Werk bietet wie kaum ein zweites Einblick in die literarischen Entwicklungen der Zeit von 1900 bis 1914 und eignet sich deshalb besonders für den Einstieg und die Vertiefung in die Lyrik der Moderne.
Der Dichter, Germanist, Essayist und Übersetzer Stadler wurde schon früh zusammen mit Georg Heym und Georg Trakl zu einem Triumvirat des Expressionismus katastriert. Vor allem Stadlers zweiter Gedichtband ›Der Aufbruch‹ (1914) trug ihm Ruhm unter den Anhängern der ›Jüngsten Literatur‹ ein. Bereits 1901/2 hatte Stadler aber andererseits einige Gedichten im Umfeld der Heimatkunstbewegung publiziert und einen nietzscheanisch gefärbten Dithyrambos ›Baldur‹ entworfen. Sein erster Gedichtband ›Praeludien‹ (1905) wiederum bediente sich typischen Kunstmitteln des Symbolismus und des Jugendstils und zeigte Stadler als Adepten von Stefan George und Hugo von Hofmannsthal.
Das Seminar will diesem stilistischen Kontinuum anhand von Einzelanalysen nachgehen. Dabei soll grundlegendes Handwerkszeug im Umgang mit Lyrik erprobt und dessen Gebrauch eingeübt werden. Zur Kontextualisierung werden auch Stadlers Feuilletons, seine Übertragungen von Régnier und Jammes sowie seine germanistischen Arbeiten herangezogen.

Organisationsform

Plenardiskussion; eventuell mit Kurzreferaten oder Tutorials

Literatur:

Die Primärtexte werden zu Beginn des Semesters als Kopiervorlage bereitgestellt.
Zur Einführung: Philipp Redl: [Art.] Stadler, Ernst [auf der Grundlage des Artikels von Hans-Rüdiger Schwab]. In: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes. Begr. v. Walther Killy. Hg. v. Wilhelm Kühlmann et al. Berlin/New York: de Gruyter 2008ff., s. v. [dort weitere Literaturangaben]; Horst J. Frank: Wie interpretiere ich ein Gedicht? Eine methodische Anleitung. Tübingen/Basel: Francke 1991 [und öfter] (UTB 1639); Peter J. Brenner: Neue deutsche Literaturgeschichte. Vom ›Ackermann‹ zu Günter Grass. Berlin/New York: de Gruyter (3. Aufl.) 2011, 9. Kapitel: Moderne, S. 195–227.

Studiengänge und Module

Bachelor

BA B 2.2 Übung (Lektürekurs): 3 LP

Master

2. Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Lit.)

MA Grundlagenmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte (vom Humanismus bis zur Gegenwart) (6 LP)
MA Vertiefungsmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte oder Poetologie oder Literaturtheorie oder Editionsphilologie (6 LP)
MA Kompaktmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte (vom Humanismus bis zur Gegenwart) (6 LP)

Lehramt (neu)

A 3/c: Lektürekurs: Neuere deutsche Literaturwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF)
C 1/b: Ergänzungsmodul: Lektürekurs Neuere Deutsche Literaturwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF / BF + K/M)

Druckansicht