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Dr. Katharina Jacob

Lexik und Grammatik der Agonalität

Di, 14.15-15.45
PB SR 021
Beginn: 24.04.2012

Gegenstand

„Agonalität“ in der Linguistik richtet den Fokus auf sprachliche Mittel, mit deren Hilfe um Ereignisdeutungen und Handlungsoptionen gerungen wird. Damit wird die Aufmerksamkeit auf den Umstand gelenkt, dass Texte bzw. Gespräche polarisierend strukturiert sein können. In thematischen Diskursen spielt das Phänomen der Agonalität eine besondere Rolle: Indem themenbezogenes Wissen in spezifischer Weise sprachlich perspektiviert wird, können divergierende Geltungsansprüche an der sprachlichen Oberfläche festgemacht werden. Zum einen wird das Ziel der Übung sein, sich mit diesem Themenfeld durch gemeinsame Lektüre einschlägiger Forschungsbeiträge zu nähern. Zum anderen ist die Übung als ergänzende Veranstaltung zu dem Hauptseminar „Lexik und Grammatik der Agonalität“ gedacht, um behandelte Inhalte zu vertiefen und gemeinsam zu reflektieren. Die Übung stellt somit ein Angebot dar, sich einerseits mit der jungen Forschungskontroverse zu Agonalität in der Linguistik zu befassen. Andererseits eröffnet die Übung in einem anwendungsbezogenen Teil die Möglichkeit, lexikalische und grammatische Aspekte (Modus, Konnektoren usw.) als Ausgangpunkt korpuslinguistischer Verfahren zu nehmen, um somit eigene Untersuchungen in kleinem Rahmen zu realisieren und den linguistischen Blick für textbasierte Agonalität zu schärfen.

Organisationsform

In der Übung soll das Thema „Lexik und Grammatik der Agonalität“ durch gemeinsame Textlektüre, mithilfe einer einführenden und/oder weiterführenden Einheit in korpuslinguistische Verfahren und anhand von themenbezogenen Diskursanalysen erarbeitet werden.

Literatur:

Felder, Ekkehard (2012): Pragma-semiotische Textarbeit und der hermeneutische Nutzen von Korpusanalysen für die linguistische Mediendiskursanalyse. In: Felder, Ekkehard / Müller, Marcus / Vogel, Friedemann (Hg.): Korpuspragmatik. Thematische Korpora als Basis diskurslinguistischer Analysen. Berlin / New York: de Gruyter (Linguistik – Impulse und Tendenzen 44), S. 115-174.
Lemnitzer, Lothar / Zinsmeister, Heike (2010): Korpuslinguistik. Eine Einführung. Tübingen: Narr (Narr Studienbücher).
Scherer, Carmen (2006): Korpuslinguistik. Heidelberg: Winter (Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik 2).
Weinrich, Harald (2007): Textgrammatik der deutschen Sprache. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Studiengänge und Module

Bachelor

BA B 2.2 Übung (Lektürekurs): 3 LP

Master

1. Linguistik (Ling.)

MA Grundlagenmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Sprache und Erkennen (6 LP)
MA Vertiefungsmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Wissen und Text (6 LP)
MA Kompaktmodul – Forschungswerkstatt/Übung Ling.: Sprache und Erkennen; wahlweise: Wissen und Text (6 LP)

Lehramt (neu)

A 3/a: Lektürekurs: Germanistische Sprachwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF)
C 1/a: Ergänzungsmodul: Lektürekurs Sprachwissenschaft: 3 LP (in: HF / HF+K/M / EF+HF / BF + K/M)

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