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Dr. Tino Licht

Frühe Schriftkultur am Oberrhein: Lorsch in karolingischer Zeit

Di, 11.15-12.45
Grabengasse 3-5 / LatPhil R 027
Beginn: 17.04.2012

Gegenstand

Die Lorscher Klosterbibliothek hatte in karolingischer Zeit einen der wichtigsten, vielfach im eigenen Skriptorium produzierten Bestände. Unter den Codices mit fremder Schriftheimat finden sich teils berühmte Stücke wie der spätantike «Vergilius Palatinus» oder das aus der Hofschule stammende «Lorscher Evangeliar». Jenseits des Erhaltenen ist die Lorscher Bibliothek durch vier überlieferte Kataloge des IX.Jahrhunderts rekonstruierbar. Lorsch, so kann man ablesen, hatte den Rang einer karolingischen Zentralbibliothek mit patristischem Sammelschwerpunkt. Seit einigen Jahren erschließt das Land Hessen in Zusammenarbeit mit der UB Heidelberg diesen einzigartigen, auf weltweit mehr als 70 Bibliotheken verstreuten Bestand in einem Digitalisierungsprojekt. Ziel der Veranstaltung ist es, mit dem neuen Reservoir die Schriftgeschichte des Skriptoriums zu erhellen, die Stellung Lorschs in der Überlieferungsgeschichte zu bewerten, schließlich Verfahren und Möglichkeiten einer ‚Anthropologie der Handschriften‘ zu erproben.

Organisationsform

Anmeldung:
in der ersten Sitzung

Einführende Literatur:

-

Studiengänge und Module

Master Editionswissenschaft

Ergänzungsmodul IV – Geschichte: Übung/Hauptseminar Historische Grundwissenschaften 1 (5 LP)
Ergänzungsmodul IV – Geschichte: Übung/Hauptseminar Historische Grundwissenschaften 2 (5 LP)

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