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Prof. Dr. Ekkehard Felder

Varietätenlinguistik

Do, 14.15 - 15.45
Kstr. 2 SR 004
Beginn: 18.10.2012

Gegenstand

Die deutsche Sprache ist kein homogenes Gebilde, sondern wir haben es mit „Sprachen in der Sprache“ (Varietäten) zu tun – also mit der systematisch geordneten Heterogenität einer natürlichen Sprache. Deshalb beschäftigen wir uns mit dem Problem der Varietätenbestimmung innerhalb der Variationslinguistik. Die Varietätenlinguistik versucht die Vielgestaltigkeit sprachlicher Erscheinungsformen plausibel und stringent zu erfassen und zu modellieren. In dem Hauptseminar werden sowohl varietätenlinguistische Modelle als auch konkrete Sprachgebrauchsformen vorgestellt und analysiert.

Organisationsform

Hochschuldidaktische Gestaltung einer Seminarsitzung mit Hilfe des Seminarleiters (gegebenenfalls in Arbeitsgruppen) mit dem Ziel, ausgewählte Wissensgebiete auf der Grundlage eines selbst erstellten Arbeitspapiers anschaulich vorzustellen und mittels Transferaufgaben bzw. -fragestellungen zu vertiefen, um eine Plenumsdiskussion zu initiieren.

Es gibt eine begleitende Übung zu diesem Seminar (Di 14.15-15.45).

Literatur:

Barbour, Stephen/Stevenson, Patrick (1998): Variation im Deutschen. Soziolinguistische Perspektiven. Berlin/New York (de Gruyter Studienbuch).
Felder, Ekkehard (2009): Sprachliche Formationen des Wissens. Sachverhaltskonstitution zwischen Fachwelten, Textwelten und Varietäten. In: Felder, Ekkehard / Müller, Marcus (Hg.): Wissen durch Sprache. Theorie, Praxis und Erkenntnisinteresse des Forschungsnetzwerkes ,Sprache und Wissen’. Berlin / New York, S. 21-77 (Sprache und Wissen Bd. 3).
Löffler, Heinrich (32005): Germanistische Soziolinguistik. Berlin: Erich Schmidt Verlag (= Grundlagen der Germanistik 28).
Niebaum, Hermann / Macha, Jürgen (22006): Einführung in die Dialektologie des Deutschen. Tübingen: Niemeyer (=Germanistische Arbeitshefte 37).
Roelcke, Thorsten (1999): Fachsprachen. Berlin: Erich Schmidt Verlag (= Grundlagen der Germanistik 37).
Steger, Hugo (1988): Erscheinungsformen der deutschen Sprache. ‚Alltagssprache’ – ‚Fachsprache’ – ‚Standardsprache’ – ‚Dialekt’ und andere Gliederungstermini. In: Deutsche Sprache, 16. Jahrgang 1988. Zeitschrift für Theorie, Praxis, Dokumentation. Berlin: Schmidt, S. 289–319.

Studiengänge und Module

Master

1. Linguistik (Ling.)

MA Grundlagenmodul – Oberseminar Ling. 1: Lexikon – Grammatik – Weltkonstitution (diachron und synchron) (10 LP)
MA Grundlagenmodul – Oberseminar Ling. 2: Bedeutung – Begriff – Konzept (10 LP)
MA Vertiefungsmodul – Oberseminar Ling. 1: Wissensformate, Wissenstransfer, Wissenskommunikation (10 LP)
MA Vertiefungsmodul – Oberseminar Ling. 2: Textstrukturen und Textkulturen (10 LP)
MA Kompaktmodul – Oberseminar Ling.: Lexikon – Grammatik – Weltkonstitution (diachron und synchron) (10 LP)

Magister und Lehramt (alt)

Mag und LA (alt) Hauptseminar: Hausarbeit

Lehramt (neu)

B 1: Aufbaumodul: Hauptseminar Germanistische Sprachwissenschaft: 9 LP

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