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Nils Borgmann, M.A.

Das ,Nibelungenlied‘

Mo, 16:15 - 17:45
PB SR 137
Beginn: 15.04.2013

Gegenstand

Die wohl berühmteste deutsche Dichtung des Mittelalters ist auch eine der am schwierigsten zu deutenden. Entstanden um 1200, passt dieser Text voll archaischer Grausamkeit ohne christliche Perspektive nicht so recht in seine Zeit. Seine heutigen Leser sehen sich logischen Brüchen, blinden Motiven und scheinbar fehlenden Handlungsmotivationen gegenüber. Hat der anonyme Dichter sein Werk mit Absicht so gestaltet oder war er nicht Herr über die jahrhundertealte, bis in die Völkerwanderungszeit zurückreichende Sagentradition? Diese beiden im Streit liegenden Forschungspositionen sollen anhand aktueller Interpretationen, aber auch mit Blick auf die altnordische Parallelüberlieferung der Nibelungensage erörtert werden.

Organisationsform

Vorbereitende Lektüre ausgewählter Textpassagen, Besprechung und Diskussion in den Seminarsitzungen.

Literatur:

Textgrundlage (zur Anschaffung): Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, nach der Handschrift B herausgegeben von Ursula Schulze, ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse (Reclams Universal-Bibliothek 18914), Stuttgart 2011.
Einführende Literatur: Jan-Dirk Müller, Das Nibelungenlied (Klassiker Lektüren 5), 3., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 2009.

Studiengänge und Module

Bachelor

BA B 2.1/a Proseminar Mediävistik: klass. mhd. Literatur (6 LP)
BA B 2.2 Proseminar Mediävistik: zweite ältere Sprachstufe/klass. mhd. Literatur (6 LP)
BA B 2.3 Proseminar Mediävistik: klass. mhd. Literatur (6 LP)

Magister und Lehramt (alt)

Mag und LA (alt) Proseminar: Hausarbeit oder mündliche ZP

Lehramt (neu)

A 2: Basismodul Proseminar Mediävistik: klass. mhd. Literatur (6 LP)
A 3/b: Vertiefungsmodul: Proseminar Ältere deutsche Philologie: zweite ältere Sprachstufe/klass. mhd. Literatur, komplementär zu A 2 (6 LP)

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