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Jürgen Kaube

Was ist ein gutes literaturwissenschaftliches Argument und wie schreibt man es gut auf?

Blockveranstaltung: Fr/Sa 19./20. April & 31. Mai / 1. Juni 2013, jeweils 10-17 Uhr
PB SR 133

Gegenstand

Es fällt in der Literaturwissenschaft nicht schwer, ein Thema (einen Lieblingsautor, eine Textsorte etc.) zu finden. Etwas schwerer ist es schon, dazu eine Frage zu entwickeln oder ein Problem zu benennen. Im Seminar sollen (1) Techniken erprobt werden, um von Themen zu Fragen und von Fragen zu Argumenten zu kommen. In einem nächsten Schritt soll dann (2) erörtert werden, welche Möglichkeiten es gibt, ein Argument gut darzustellen. Wie fängt man an? Welche Begründungsschritte sind hilfreich? Welche Funktion haben Beispiele? Wie baut man Gegenargumente ein? Solche Fragen lassen sich nicht durch Trockenschwimmen, nicht abstrakt beantworten. Es soll deshalb an einer konkreten literaturwissenschaftlichen These bzw. Kontroverse das Argumentieren geübt werden. Zwei Beispiele dafür finden sich in den Literaturhinweisen. Im Seminar geht es in erster Linie um das Verfassen kurzer Texte, gewissermaßen Exposés oder Skizzen von Aufsätzen. Meine eigenen Erfahrungen liegen vor allem im Bereich des Wissenschaftsjournalismus (Redakteur der Mittwochsbeilage »Geisteswissenschaften« der F.A.Z.; stellvertretender Leiter des Feuilletons), wo solche Formen stark kondensierten Argumentierens unumgänglich sind.

Organisationsform

Blockseminar mit Plenumsdiskussion und kleinen Hausaufgaben für die Zeit zwischen den Blöcken (19./20. April und 31. Mai / 1. Juni 2013). Es ist sehr erwünscht, dass sich die Teilnehmer vor Beginn des Seminars per email melden: j.kaube@faz.de

Einführende Literatur:

Andrew Abbott: Methods of Discovery. Heuristics for the Social Sciences, New York 2004.
Katja Mellmann: »Emotionalität und Verhalten. Eine literaturpsychologische Kritik des Werther-Mythos«, in: Mitteilungen des Germanistenverbandes 54 (2007), 328-344.
Franco Moretti: »The Slaughterhouse of Literature«, Modern Language Quarterly Vol.61 No.1 (2000), 207-227.

Studiengänge und Module

Master

2. Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Lit.)

MA Grundlagenmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte (vom Humanismus bis zur Gegenwart) (6 LP)
MA Vertiefungsmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte oder Poetologie oder Literaturtheorie oder Editionsphilologie (6 LP)
MA Kompaktmodul – Proseminar/Forschungswerkstatt/Übung Lit.: Literaturgeschichte (vom Humanismus bis zur Gegenwart) (6 LP)

Master Editionswissenschaft

Ergänzungsmodul III – Neue Medien: Übung Präsentation und angewandtes Schreiben (5 LP)

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