Unternehmen und Organisation
Projekt
Die Suche nach Möglichkeiten, dem weltweit herrschenden Druck zur Verbesserung der Qualität und Rentabilität in Produktionsprozessen zu begegnen, begründet ein zunehmendes Interesse an mikroqualitativen Einflussfaktoren in der Kommunikation in und von Unternehmen. Im Vordergrund stehen dabei die kommunikativen Anteile am Produktionsprozess, einschließlich seiner Marketing-, Dienstleistungs- und Business-to-Business-Komponenten. Dass Produkte letztlich selbst als Resultate kommunikativer Prozesse bezeichnet werden können, gilt zwar z.B. in der Informationstechnologie schon lange als Ausgangspunkt jeder Entwicklung; den qualitativen und lokalen Aspekten kommunikativer Prozesse gilt in den Unternehmen jedoch erst in jüngerer Zeit das Augenmerk - wobei eine interessante Dynamik entsteht.
Die Untersuchung von Kommunikation in Organisationen gehört - national wie international - zu den fruchtbarsten Feldern interdisziplinärer Sozialforschung, insofern sie die wirtschaftswissenschaftliche und soziologische Organisationstheorie, die Angewandte Informatik, die kommunikations-/sprachwissenschaftliche Diskursanalyse und die soziopragmatische Linguistik in einen fachlich innovativen und praktisch relevanten Diskussionszusammenhang bringt. So heben prominente jüngere Ansätze in der Organisationsforschung (wie Organizational Discourse, Organizational Symbolism, Organizational Cognition, Workplace Studies, Studies of Work) die Bedeutung von Sprach- und Kommunikationsanalysen für das Verständnis und die Gestaltung von Organisationen hervor. Dabei zeichnet sich eine Konvergenz der Interessen zunächst insofern ab, als eine an sprachlichen Phänomenen orientierte Empirie linguistischer Provenienz als methodische Konkretisierung neuerer Theorieentwicklungen in der Organisationsforschung aufgefasst werden kann. Umgekehrt können organisationstheoretische Überlegungen spezifische Probleme organisationaler Handlungsfelder ins Blickfeld rücken, die in der allgemeinen kommunikationslinguistischen Gegenstandskonstitution bislang eher vernachlässigt wurden. Es erscheint daher unbedingt wünschenswert, dass die Angewandte Linguistik in Deutschland noch stärker als bisher an dieses transdisziplinäre und praxisbezogene Forschungsgebiet Anschluss findet.
Projektziele der Wissensdomäne Unternehmen und Organisation
Projektleitung und Kooperationspartner
Prof. Dr. Stephan Habscheid
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Prof. Dr. Andreas P. Müller
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Prof. Dr. Klaus-Peter Konerding
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