Deutsche Sprache

Projekt

Bevor die »deutsche Sprache« zu einem Gegenstand der Schule und der Wissenschaften (heute vor allem der »Germanistischen Linguistik«) geworden ist, war sie seit Jahrhunderten Gegenstand einer geisteswissenschaftlichen, philologischen, literarisch-publizistischen und vor allem einer kulturpolitischen Debatte und Reflexion. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Einer repräsentativen Umfrage des Mannheimer Instituts für Deutsche Sprache (IDS) zufolge interessieren sich gut zwei Fünftel aller Deutschen für dieses Thema. Es ist in verschiedenen Zusammenhängen - jeweils in unterschiedlicher Breite - in der öffentlichen Diskussion präsent:

Projektziele

Ziel der Einrichtung einer Wissensdomäne »Deutsche Sprache« ist es, Formen der öffentlichen Thematisierung von Sprache (»Laienlinguistik«) in Beziehung zu Erkenntnissen der Sprachwissenschaften zu setzen. Daraus leitet sich u. a. folgende (Forschungs-)Frage ab: Wie und von wem wird jenseits der Sprachwissenschaft der Gegenstand »deutsche Sprache« als Handlungs- und Wissensdomäne öffentlich und medial »popularisiert«, vereinnahmt und auch instrumentalisiert? Und: Wie reagiert die Linguistik darauf?

Dabei geht es nicht ausschließlich um gegenwärtiges Sprachwissen, sondern auch die histori­sche Perspektive ist von Interesse. Aus innerlinguistischer Perspektive weist der Gegenstand »Sprache« zwei verschiedene Dimensionen auf, die beide Berücksichtigung finden sollen: erstens dasjenige an Sprache, was die zu untersuchende Personengruppe weiß oder zu wissen glaubt (die Ansichten über Sprache bzw. die Sprachideologie: Themen, Fragestellungen, semantische Konzepte, Programme, Einstellungen), und zweitens die Art und Weise, wie die zu untersuchende Personengruppe über Sprache spricht, wie sie ihr Sprachwissen bzw. ihre Sprachideologie sprachlich konstituiert. Zudem ist der Gegenstand identisch mit dem Untersuchungs- und Beschreibungswerkzeug, so dass auch dieses zum Gegenstand der Untersuchung werden kann - d. h., das Interesse richtet sich auch auf das sprachlich gefasste Wissen ebenso wie die Art und Weise metasprachlichen Sprechens in der linguistischen Fachgemeinschaft.

Die Einrichtung der Wissensdomäne »Deutsche Sprache« versteht sich als ein Forum, Inhalte und Spannungen dieser Kontroverse zu dokumentieren, zu analysieren und Vermittlungswege aufzuzeigen. Einschlägige Fragen dazu sind:

Einzelprojekte

Das Portal soll Forum für laufende Projekte zu diesem Thema sein. Derzeit aktuell:

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Projektleitung

Prof. Dr. Prof. h.c. Gerd Antos

Anschrift:
Universität Halle-Wittenberg
Germanistische Sprachwissenschaft
Luisenstr. 2
D-06099 Halle


Telefon: 0345 / 5523600
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PD Dr. Jochen A. Bär

Anschrift:
Universität Heidelberg
Germanistisches Seminar
Hauptstraße 207-209
D-69117 Heidelberg


Telefon: 06221 / 543244
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Dr. Jürgen Spitzmüller

Anschrift:
Universität Zürich
Deutsches Seminar
Schönberggasse 9
CH-8001 Zürich
Schweiz

Telefon: +41 (0)44 / 6345124
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